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Die Niedere Burgstraße 3 ist als Beispiel eines sehr wertvollen Patrizierhauses der Renaissance besonders durch die Bauphasen der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts und einer Bauphase um 1557/ 1558 geprägt. Untersuchungen der bemalten Decke im 1. Obergeschoss ergaben ein Fälldatum der Balken um 1558. Frühere Untersuchungen des inzwischen nicht mehr existenten Dachstuhls führten zu einer zeitlichen Einordnung in das Jahr 1557. Gleichwohl gilt dies für einen weiteren Balken im 1. Obergeschoss. Damit trägt der Pfarrherr Donatus Lange, Besitzer des Hauses von ca. 1552 bis ca. 1562, die Verantwortung für den Einbau der profilierten Decken. Erstmalig taucht ein Hanns Wittichenaw als Besitzer des Gebäudes in der Chronik auf (1479 bis 1495). Als weitere bedeutende Inhaber des Hauses sind Pfarrherr Hans Kecke (1552- 1556), der Obermeister der Steinmetzinnung Hanß Schwenke (1628 – ca. 1650) und der Kaufmann Christian Gottlieb Jungnickel (1730 – 1775) zu nennen.

Die Tonnenform des Kellers des Gebäudes weist auf einen möglichen Ursprung bereits im 14. oder 15. Jahrhundert hin. Baueinheit besteht zwischen dem Kellerhals in dreiläufiger U-Form und dem aufgehenden Mauerwerk der zugehörigen Wand des Durchgangs zum Hof. Die Kellertreppe zeigt jedoch eine Baufuge, welche auf einen Treppenlauf zum Hof deutet. Auch das teilweise zugesetzte Türgewände im Keller spricht dafür. Im Widerspruch dazu steht die ältere Außenwand des Hofes. Als ältestes Mauerwerk des Gebäudes können die hofseitige Außenwand sowie die Trennwände zu den Nachbarhäusern identifiziert werden. Dass die Niedere Burgstraße 3 deutlich eher entstanden ist als der angrenzende Hausteil der Langen Straße 30, beweist ein stark patinierter Fassadenputz mit Eckquaderung an der ehemaligen Außenwand eben dieser Langen Straße 30.